Notizbuch

Februar Eintrag

Kaum etwas ist so unförmig und schwer greifbar wie die Zeit. Es scheint immer zu wenig von ihr zu geben. Umso mehr man versucht, alles Mögliche aus ihr heraus zu pressen, desto geringer fällt der Ertrag aus. Innehalten, die Welt auf sich wirken lassen und Details im Gefüge der Welt wahrzunehmen, erscheint meist reicheren Ertrag abzuwerfen, als sich mit seinen festgeschnallten Turnschuhen, einen schweißtreibenden Lauf gegen die Uhr zu stellen.

Darum hier ein kurzer Rück- und Überblick, für alle interessierten Leser.

 

“Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach da zu sitzen und vor sich hin zu schauen.”

(Astrid Lindgren)

 

Ich habe mir vorgenommen, dass ich in diesem Jahr regelmäßiger Beiträge auf meiner Website veröffentliche. Im Januar bin ich auch sehr gut gestartet. Sechs Einträge in einem Monat sind eine gute Leistung für mich. Ich konnte mit kombinieren mehrere kleinen Zwischenziele, einen guten Ausstoß an Themen erzielen.

Erst wollte ich mich mit Self-Publishing näher beschäftigen und habe mir einiges zum Thema und eine Hand voll aktiver Autoren, die im Selbstverlag veröffentlichen, vorgenommen. Dann kam es zustande, dass ich ein Interview führen durfte und mich aktiv in der Bücherblogscene umsehen und mitmachen konnte. Das aktive gestalten in den sozialen Netzwerken macht zwar Spaß, kostet aber auch jede Menge Zeit.

Ein weiteres Ziel bestand darin, sich eine Figur anzueigen, die in der heutigen Welt der digitalen Medien aufwächst. Eine Jugendliche, welche um die 14 Jahre alt ist, sich in den Instagram, SnapChat, (…) Einträgen ihre Identität zu erfinden sucht und darin sowohl Freude als auch Leid erfährt. Eine Figur, die ich demnächst gerne in einer kleinen oder größeren Geschichte leben und erleben lassen will.

Der Februar war von Recherche geprägt. Das Erkennen und Suchen von Fragen und deren Beantwortung. Darunter fallen aktuelle Texte z.B. Yuval Noah Harari Buch: „Homo Deus“ über die Zukunft der Menschheit. Aber auch Werke wie „Aufzeichnung aus dem Kellerloch“ von Dostojewski die seit der Veröffentlichung 1864 nichts an dem psychologischen Scharfsinn verloren haben.
Woran ich mich gerade etwas abmühe, ist das Werk von Simone de Beauvoir: „Das andere Geschlecht“. Ein sehr intelligentes Buch einer beeindruckenden Frau. Sehr aufschlussreich, doch ein wenig ermüdend beim Lesen. Auch wenn mich das Thema ungemein interessiert.

Wenn ich schon beim Lesen bin, möchte ich noch über Kent Haruf sprechen. Sein Roman: „Unsere Seelen bei Nacht“ ist so ein unauffällig geschriebenes, grundehrliches und so menschliches tiefschürfende Buch, wie man sich das nur vorstellen kann. Seit langem hat mich kein Buch mehr so überrascht und begeistert zurückgelassen, wie dieses Werk. Auch wenn die Figuren und das Thema kaum weiter weg von mir selbst sein können, hat mich dieses kleine Buch doch tief berührt und mir Einsichten beschert, die ich sonst nicht gehabt hätte. Dies alles kann Literatur.

Momentan bin ich an der Masterclass von Neil Gaiman. Der Blick hinter die Kulissen von Neil Gaimans Arbeit und seine Vorgehensweise ist nicht nur sehr lehrreich, sondern auch zutiefst motivierend. Ich bin zwar mitten drin, würde jetzt schon allen interessierten zu diesem Kurs raten.

Zurzeit arbeite ich an einer Serie aus Büchern, die sich ihrer im Jugendbuch Bereich in der Fantasy niederlassen werden. Ich plotte und betreibe Weltenbau.

Weiter habe ich einiges für die Website geplant. Ich will einiges über die Struktur beim Schreiben sprechen. Anders als bei meinen Beiträgen zu den Kürzestgeschichten (die sich mehr mit der Haltung zum Schreiben befassen), möchte ich mehr über das Handwerk des Schreibens erörtern. Ich möchte handfeste Tipps und Vorgehensweisen aufzeigen, die von praktischem Nutzen sind, für Jedermann/Frau, die sich mit dem Schreiben befasst.

Das war nun ein kurzer Überblick über die letzten Wochen. Mehr zu einigen Themen im März. Viel Vergnügen weiterhin beim Schreiben und beim Lesen.

 

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